Protokoll, Stadtgespräch, 4. 2. 2008, Café Eiles , 1080 Wien Anwesend: Sybille Straubinger, Sylvia Fassl-Vogler, Michael Zeltner, Andreas Leo Findeisen, Agnes Peschta Leo berichtet auf Sylvias und Sybilles Wunsch von der Transmediale. Er hat Kataloge mitgebracht. Ein Austausch über diverse Projekte entsteht, v.a. in Bezug auf dort sichtbare Trends, zB. in Bezug auf die Preisverleihungen an österreichische TeilnehmerInnen entsteht. GEMEINDERATSSITZUNG AM 29.02.2008 Sylvia und Sybille machen darauf aufmerksam, dass die Gemeinderatssitzung am 29.2.08, wie alle anderen Gemeinderatssitzungen, live gestreamt wird. Sybille wird bei Anfgriffen wie im März 2007 NetzNetz nicht verteidigen können, wenn es bis dahin keine Materialien, bzw. Informationen vorliegen, die eine Stablisierung ablesen lassen. -- MA 7 – INFORMATIONSGESPRÄCHE NUR NOCH BIS ANFANG MÄRZ Sylvia berichtet, dass bisher noch keine Einreichungen bei Ihr eingegangen sind. Sie wird die ersten zwei Wochen im März nicht in Wien sein und verweist darauf, dass sie Gesprächtermine bezüglich Einreichungen nur noch im Februar wird wahrnehmen können. -- RELAUNCH DES NETZNETZ-WIKIS Michael präsentiert den Relaunch des NetzNetz-Wikis der demnächst online gehen kann, wenn die MediaWiki-Software geupdatet ist. Die grundlegenden Informationen bezüglich aller Einreichungen stehen auf dem derzeitigem Wiki unter „Einreichungen 1 Halbjahr 2008 - Termine und Abläufe“ zur Verfügung. Das Relaunch soll die Einreichungsmodi übersichtlich und transparent darstellen. ENTWICKLUNG DER JOUR FIXES Agnes berichtet von den 2 wöchigen Jour Fixes. Michael erwähnt verschiedene Ideen das Jour Fixe an wechselnden, mit NetzNetz bezogenen Orten zu veranstalten und um Präsentations- und Socialising- Elemente zu erweitern. BIS ZUM 29.FEBER – VON NETZNETZ SIND ZWEI JURORiNNEN ZU NOMINIEREN Sylvia gibt zu verstehen, dass sie bis zum 29.2. zwei Juroren der NetzNetz Communities genannt haben muß. NetzNetz soll die 2 JurorInnen ernennen, die weitere Abwicklnug übernimmt die Stadt. Agnes fragt sich, wie es bewerkstelligt werden soll, ohne Budget in so kurzer Zeit dieses von der Stadt gewünschte Votum zu bekommen, zumal sich einige „Einzelkünstler“ am Prozess offensichtlich nicht beteiligen möchten. Das stärkste mögliche Votum ist wohl bei der Vergabewahl zu bekommen, also einen Monat später. Deshalb verweist auf die Idee einer Interims-Jury. Sylvia bemerkt, dass sie eine spätere Bekanntgabe der ausgewählten KandidatInnen als den 29.2.2008 ausschließen muss, da die Jury schon Anfang April tagen soll und ein Monat Vorbereitung, bzw. Vorplanung das Minimun darstellen. Weiters ist die Frage der Laufzeit der NetzNetz-JurorInnen noch nicht fixiert (1 oder 2 Jahre), auch diese Entscheidung müsse bis zum 29.2. stehen. Agnes fragt nach, ob es angedacht ist, die Juryvergabe vor der Vergabewahl zu terminieren, um Empfehlungen für den Fördertopf digitale Kultur aufzufangen. Sylvia begrüßt weiterhin diese Idee, die Juryvergabe einige Zeit vor der Vergabewahl zu veranstalten, schließt dies allerdings für die erste Vergabe 2008 aus, diese könne beim ersten Mal erst Anfang April 2008 organisiert werden. Ein Zeitfenster zwischen den Vergaben wäre bei den folgenden Vergaben dennoch wünschenswert und sollte im Herbst auch umgesetzt werden. Sie fragt auch nach der Ausschließung der Doppeleinreichung von Anträgen in Digitaler Kunst und Digitaler Kultur nach. KEIN DOPPELEINREICHUNGEN in DIGITALER KUNST und DIGITALER KULTUR MÖGLICH Doppeleinreichung von Anträgen bei Digitaler Kunst und Digitaler Kultur wurde von den Communities durch das Positionspapier ausgeschlossen. Sylvia bittet darum, dies ausreichend zu kommunizieren und ebenfalls zu gewährleisten, dass im Vorfeld jeder Antragsstellung abzuklären ist, welcher Fördertopf gewählt wird. ZUM BUDGET DER KÜNFTIGEN ADMINISTRATION / KOORDINATION: Das Team von koordination@netznetz.net stellt fest, dass die grundsätzliche Forderung für das Administrationsbudget 5 % des Gesamtbudgets pro Jahr darstellt, also 25.000€. Sylvia hat auf diese Entscheidung aus dem Jahr 2006 im Dezember aufmerksam gemacht. Weiters wird nachgefragt wie die erstmalige Erwähnung des Jurybudgets in der Kostenaufstellung der Stadt für NetzNetz zu verstehen sei. FINANZIERUNG DER JURY – TEILS NETZNETZ, TEILS MA7 Sylvia notiert die Forderung und stellt klar, dass es sich wohl um ein Missverständnis handeln dürfte, es wäre immer geplant gewesen, die Jury sei immer über das NetzNetz-Administrationsbudget zu finanzieren. Die Stadt übernehme allerdings sämtlichen administrativen Abwicklungen, daher sind die Umsetzungen der beiden Jurysitzungen im Jahr mit 2.500€ als Fixpunkt zu sehen. VALDIERUNG / REVALIDIERUNG: ERWARTETE KOSTEN HÖHER Die Koordination berichtet, dass die Revalidierung aufgrund erster Recherchen sich nicht einfach darstellen dürfte und von daher mehr zu veranschlagen sei. ANZAHL DER VERGABEHELFERINNEN-/WAHLHERLFERINNEN Die Kürzung von 6 auf 3 Wahlhelfern sei insofern schwierig, als dass die Anzahl der Validierten insgesamt schon recht hoch sein wird und es in keinster Weise abzuschätzen ist wie sich die Wählerbeteiligung nach dem Abzug der Einrichtungsförderung und digitalen Kunst gestallten wird. ÜBERGABEFÄHIGES JAHRESBUDGET FÜR DAS KOORDINATIONSTEAM Leo gibt weiters zu bedenken, dass der vorgeschlagene monatliche Anteil für das Team weit unter allen bisherigen Personalkosten liegt und demnach für ein 4 köpfiges Team, - auch in Aussicht darauf, dass sich die Personen in dem Team über die Zeit ändern können und sollen, viel zu wenig sei. Der Vorschlag der Stadt: 200€ im Monat für eine Hauptkoordination, je 2x 100E im Monat für HelferInnen, insgesamt also 400€/Monat Da allein der erfahrungsgemäße Spesenersatz pro Person zwischen 50€ und 300€ im Monat liege, könne eigentlich niemand für die viele Arbeitszeit irgendeine wenigstens minimale Kompensation erwarten. Allerdings habe sich in den letzten Wochen für so verschiedene Aufgaben im Team wie Server-Admin, Wikigestaltung, Texte abfassen, Verhandeln, Organisation usf. 4 Personen als richige Anzahl erwiesen. Das monatliche Budget müsse gewährleisten, dass dieses Team auch in Zukunft verlässlich arbeiten könne, sonst sei die Arbeit des jetzigen Teams wieder gefährdet, nicht weitergeführt zu werden. Daher solle das künftige Monatsbudget einen Grundsockel von 200€ Spesen-/Arbeitsersatz pro Person im Monat und je nach Stundeneinsatz pro Person dann mehr. Bei vier Personen würden für die Koordination also im paritätischen Fall 4x 400€ anfallen, wenn man von 1600€ pro Monat ausgehe. Leo meint, dies sei eine weder zu geringe noch zu hohe Kalkulation. Die monatliche Aufteilung sei im Team zu klären und nicht benötigte Gelder seien monatlich abzurechnen und ggf. dem Budget Digitale Kultur wieder zurückzuerstatten, wie das ja im Oktober 2007 geschehen sei. Doch nur so könne man auch in Zukunft motivierte Teams gewährleisten, die sich interessante Aufgaben für die Communities, die Website, die Entwicklung der Vergabemodelle usf. vornehmen können, da sie nicht noch als Privatpersonen für ihr Engagement finanziell investieren müssen. Die Motivation für die Teilnahme von potientiellen künftigen Mitgliedern an der Arbeit des Koordinationsteams könnte sich also als schwierig bis unmöglich herausstellen, wenn nicht einmal die Aussicht auf einen ausreichenden Spesenersatz bestehe. Da er zu diesem Grundbudget keine Alternative sehe und dies allerdings noch über den diskutierten 25.000 Euro liege, müsse sich das Team auch um andere Budgetquellen bemühen, bei NetzNetz, bei der Stadt Wien und anderen Stellen. Agnes unterstützt diesen Vorschlag und weist nochmals darauf hin, dass sie die aktuelle Situation von NetzNetz durchaus als Krise bezeichnen würde, weshalb es wichtig sei, neue Wege zu begehen und abzusichern. Sie beschwört alle, jetzt nicht zu sparen und wenigstens der Forderung der gedeckelten 5% nachzugeben. ERSTE REAKTION AUF EIN ERHÖHTES ADMINISTRATIONS-/KOORDINATIONSBUDGET Sylvia und Sybille geben an, dass die Erhöhung des Administrations-/Koordinationsbudgets auch eine kulturpolitisch umstrittene Frage darstelle, es werde immer sehr genau geschaut, wieviel die Verwaltung eines Modells kosten würde und wieviel vom Gesamtbudget des Geförderten zukommen. Sie bemerken gleichzeitig, dass sie diese Ausführungen sehr ernst nehmen, notieren sich die Änderungsvorschläge und versprechen, am nächsten Tag eine Entscheidung zu fällen und uns diese mitzuteilen. --- Sylvia muß einen Termin wahrnehmen und verlässt das Café. Sybille kommt erneut auf die Gemeinderatssitzung Ende Feber zu sprechen. Sie hofft, dann bei NetzNetz auf etwas verweisen zu können, das das Potential hat, verteidigt zu werden. Auf Nachfrage von Agnes meint Sylvia, dass z.B. der Relaunch des Wikis ein solches Potential hätte. Auch wäre es interessant, anhand von einigen Beispielen zeigen zu können, welche Auswirkungen NetzNetz, abseits von den reinen Förderungen, bisher gehabt hat. ANMERKUNG: Am folgenden Tag erhielt koordination-at-netznetz.net ein Mail von Sybille und Sylvia erhalten, in dem sie die 5% Adminbudget zusichern. Die Erhöhung um 5.000€ wird vom Topf für digitale Kultur abgezogen, kommt allerdings erst bei der 2. Vergabewahl im Herbst zu tragen, wo gegebenfalls (s.o., Oktober 2007) auch freie Beträge zurück fließen können.