[netznetz.net] netznetz.net] [Backbone] einreichung: transformingfreedom.org./com
Andreas Leo Findeisen
a.findeisen at akbild.ac.at
Die Mar 28 01:14:56 CEST 2006
(hm, sehe meine einreichung unsere einreichung von gestern, d.h.
vor 16 minuten nicht, deshalb hier nochmal ein versuch, lg leo)
hi an alle,
hier tippt leo, spät aber wirklich:
folgende einreichung für backbone-förderung kommt jetzt noch:
transformingfreedom.org.com
eingereicht vom verein rahmenwerk
KURZ:
wir suchen an um einen kleinen raum im muqua an, um
mit den anderen playern dort in kontakt zu sein und
unsere arbeit im sommer aufzubauen
wir suchen an um
- miete für die ersten monate (bzw. wenn geld ist, ein
jahr), zwei arbeitsplätze (netzanbindung, leichte pcs/macs, etwas
strom+telefon)
was wir machen werden:
eine audio-repository für digitale kultur,
- mehrsprachig
- zwischen community, wissenschaft und künstlerInnen
auf okto wurde gestern die erste präsentation veröffentlicht
jetzt schicke ich das hier ab,
später mehr
danke
leo und armin und volker und gogo und gabriel und sari
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Es gibt mittlerweile viele, kaum besuchte Aufnahmen im Netz, in denen sich
über ein Jahrzehnt Diskurs über Aspekte der digitalen Kultur niederschlagen,
auf hohem Niveau, in verschiedenen Sprachen: Radiosendungen,
Vorlesungsmitschnitte, Privatinterviews, Symposien, UNO-Konferenzen,
neuerdings auch als Podcasts. Doch warum sollten ausreichend viele Leute
motiviert sein, diese Dateien zu sichten, nach ihren Stärken zu indexieren,
sie nachzubearbeiten, deren Rechte zu klären, den Zugang zu ihnen
sicherzustellen und mit anderem Wissen zu verknüpfen?
Ein großartiger Anlass dazu bestünde darin, die vielfältigen Gründe für die
beinahe erfolgreiche Implementierung von 30.000 schon zugelassenen
Software-Patenten zu meditieren, wie sie sich im letzten Juli, im
Europäischen Parlament ereignet hat.
Das Team von transformingfreedom.org/.com (Arbeitstitel; und vor 14.April
2006 noch Under Construction) versucht sich an diesen Aufgaben:
- Es benutzt deshalb die neueste Version des OSS-CMS
(Content-Managment-Systems) PLONE, welches die mittlerweile wohl
fortgeschrittenste Sprachenverwaltung im aktuellen FreeSoftware-Bereich
vorweisen kann
- Gemeinsam mit Partnern eine Methodik des Indexierens, genannt H-A-L
(Hyper-Audio-Learning) zu entwickeln, um das Navigieren in und zwischen
A/V-Objekten sinnvoller zu gestalten - weder E-Learning noch das Semantic
Web standen hier Pate, eher Wikipedia und der Suhrkamp Verlag
- Sinnvolle Medienarchive zur digitalen Kultur brauchen sicher Vieles
gleichzeitig, institutionelle Anbindung und enthusiastische InverstorInnen
an Zeit und Wissen, einen langen Entwicklungszeitraum und die Bereitschaft
zur Zusammenarbeit über Fach-, Sprach-, Standard- und Codec-Grenzen hinweg.
Zur Situation: Im Juli 2005 und davor hat sich ein kulturbedrohliches
Schauspiel ereignet, von so notorischer Bekanntheit und thematischer
Komplexität, dass jedes Bedürfnis, sich seiner zu entledigen, indem man zur
individuellen Verdrängung Zuflucht nimmt, verstanden werden muss;
gleichzeitig darf diesem Schauspiel unterstellt werden, alle Qualitäten
eines Wiedergängers in sich zu vereinen. Gemeint ist die fast erfolgreiche
der Versuch Implementierung/Legalisierung von 30.000 schon zugelassenen
Software-Patenten, im letzten Juli, im Europäischen Parlament.
Und gemeinst ist: Es wird ganz sicher wieder kommen!
--
… Denn es wäre beinahe schief gegangen, im Juli 2005, in Brüssel. Keine
Seite wusste vorherzusagen, ob die Mitglieder des Europäischen Parlaments,
die direktesten MandatsträgerInnen unser Interessen in einem der größten
weltweiten Märkte, für oder gegen die legislative Implementierung von 30.000
Software-Patenten stimmen würden, - bis zum letzten Moment nicht. An der
semantischen Oberfläche gaben sich viele vormalige Befürworter schon
lernwillig, allen wollten die desaströsen wirtschaftlichen und
rechtspraktischen Konsequenzen schon verinnerlicht haben, alle mieden schon
den Begriff „Patente“ als solchen und begrüßten neue Kriterien wie
„Technizität einer Erfindung“ als Fortschritt in der Debatte - doch die dann
nicht verabschiedete Richtlinie war wohl gefährlich wie am ersten Tag. Weiß
man also wirklich, warum es noch einmal gut ging?
--
Digitale Kultur braucht verlässliche Schnittmengen von Reflexionsfähigkeit
und Wissen, um nicht den Begehrlichkeiten von finanzgestützen
Einzelinteressen unterworfen zu werden. Diese Schnittmengen zwischen den
Perspektiven und Kompetenzen von Geeks und Medienkünstlerinnen,
Computermathematikern und Rechtsexperten, von Medienphilosophen und
NGO-Lobbyisten, Free-Software-Familienbetrieben und KuratorInnen der
digitalen Zukunftsarchive sind also nicht nur ein spannendes Feld, es ist
auch von politischer Brisanz, sie deutlicher zu manifestieren und breiter zu
vermitteln. Kein technologisches Problem.
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Weitere Aspekte:
Projektgeschichte:
- Hal bereits seit 5 Jahren in Entwicklung, jetzt via Podcasts neue
Aktualität
- Probleme mit OS-Software-Entwicklung; Vorteile von OS-Software-Entwicklung
Technik und Handling erklären: Python, Zope, Plone; PloneforArtist
(Plone-Railroad), Linguaplone
verein: rahmenwerk e.v.
bisherige projekte
www.seriouspop.com